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Wie kann ich meinen PV-Überschuss sinnvoll nutzen?

Viele Photovoltaikanlagen erzeugen im Tagesverlauf deutlich mehr Strom, als im Haushalt direkt verbraucht wird. Besonders zur Mittagszeit entsteht häufig ein Überschuss, der ohne zusätzliche Maßnahmen ins öffentliche Netz eingespeist wird.

 

Doch angesichts niedriger Einspeisevergütungen stellt sich für viele Betreiber die Frage: Wie lässt sich dieser überschüssige Solarstrom möglichst wirtschaftlich im eigenen Gebäude nutzen? Die Antwort liegt meist in einer Kombination verschiedener Strategien.

1. Direktverbrauch im Haushalt

Eine einfache Möglichkeit ist es, Strom gezielt dann zu nutzen, wenn die PV-Anlage hohe Leistung liefert. Typische Verbraucher sind:

  • Waschmaschine
  • Trockner
  • Geschirrspüler

Das Problem: Der Strombedarf im Haushalt passt zeitlich nicht immer zum PV-Ertrag. Viele Geräte laufen abends oder morgens – nicht zur Mittagszeit. Deshalb bleibt diese Strategie in der Praxis begrenzt.

2. Batteriespeicher

Ein Batteriespeicher speichert überschüssigen Strom direkt zur späteren Nutzung. Dadurch steigt die Eigenverbrauchsquote deutlich.

Allerdings sind Batteriespeicher mit vergleichsweise hohen Investitionskosten verbunden. Zudem ist die Speicherkapazität begrenzt – häufig im Bereich von 5 bis 15 kWh. Ist die Batterie voll, wird weiterer Überschuss weiterhin eingespeist.

3. Elektromobilität

Das Laden eines Elektrofahrzeugs mit eigenem Solarstrom ist grundsätzlich sehr sinnvoll. Besonders bei regelmäßiger Anwesenheit tagsüber kann ein großer Teil des Überschusses direkt ins Fahrzeug fließen.

In der Praxis ist das Auto jedoch oft nicht zuhause, wenn die PV-Anlage die höchste Leistung erzeugt. Dadurch ist auch diese Nutzungsmöglichkeit nicht immer vollständig planbar.

4. Power-to-Heat

Power-to-Heat wandelt überschüssigen Strom in Wärme um. Diese Wärme wird im Pufferspeicher gespeichert und kann später für Warmwasser oder Heizung genutzt werden.

Im Vergleich zu Batteriespeichern bietet die thermische Speicherung eine deutlich höhere Kapazität. Ein 1000-Liter-Speicher kann ein Vielfaches der Energiemenge eines typischen Stromspeichers aufnehmen – bei geringeren Investitionskosten pro gespeicherter Kilowattstunde.

5. Thermische Speicherung als Alternative

Wärmespeicher gelten als besonders robust und langlebig. Sie arbeiten ohne komplexe Zellchemie und verursachen geringere Kosten pro gespeicherter Kilowattstunde.

Gerade in Gebäuden mit regelmäßigem Warmwasserbedarf kann die thermische Speicherung eine wirtschaftlich sehr attraktive Ergänzung oder Alternative zum Batteriespeicher darstellen.